CHRONIK
UNSERER
KANZLEI

Die Anfänge

Gegründet wurde die Sozietät im Jahr 1891 von dem Rechtsanwalt Dr. Edmund Klée-Gobert. Die Kanzlei hatte zunächst ihren Sitz am Neuen Wall 5. Im Jahr 1892 nahm Dr. Klée-Gobert den Rechtsanwalt Dr. Ernst Hass als Partner auf. Als weiterer Partner folgte im Jahr 1898 dann Dr. Edmund Schlüter. In dieser Zeit wurde der Sitz der Kanzlei in den Jungfernstieg/Ecke Alsterarkaden verlegt.

Dr. Edmund Schlüter entstammte einer alten Hamburger Familie (Schlüterstraße) und war verheiratet mit einer Tochter des früheren Bürgermeisters Dr. Burchardt (Burchardtstraße, Burchardtkai). Er befasste sich überwiegend mit der Abwicklung von Nachlässen und mit Testamentsvollstreckungen.

Im Jahr 1929 trat Rechtsanwalt Dr. Alfred Heynen in die Sozietät ein. Herr Dr. Heynen war im Wesentlichen zivilrechtlich tätig. Besondere Schwerpunkte seiner Tätigkeit waren das Gesellschafts- und das Wirtschaftsrecht. Insbesondere hatte er mit Speditions- und Binnenschifffahrtssachen zu tun, da Hamburg zu dieser Zeit ein zentraler Binnenschifffahrtsplatz in Norddeutschland war. Damals herrschte ein lebhafter Binnenschifffahrtsverkehr nach Osteuropa und insbesondere auch in die damalige Tschechoslowakei, die in Hamburg einen eigenen Binnenschiffshafen betrieb.

Dr. Klée-Gobert verstarb im April 1933, so dass die Sozietät für einige Jahre nur aus Dr. Schlüter und Dr. Heynen bestand. Im Jahr 1939 wurde der 1912 geborene und aus Hamburg stammende Rechtsanwalt Dr. Hans Radischat nach seinem bestandenen Assessorexamen in die Sozietät aufgenommen. Dr. Radischat hatte bereits während seiner Anwaltsstation in der Ausbildung persönliche Kontakte zu Konsulaten in Hamburg geknüpft und so gelang es ihm nach Eintritt in die Kanzlei diese auch international auszurichten. Einige wenige Jahre später verstarb Dr. Schlüter im Juli 1943 und in dieser Zeit wurde auch das Haus, in dem sich die Kanzlei befand durch Bomben schwer beschädigt. Dabei wurden die Kanzleiräume völlig zerstört.